Das also ist mein Leben ♥ Rezension

Autor: Stephen Chbosky
Seiten: 288
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
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Meine Bewertung: 1/5 Punkten

Charlie schreibt jeden Tag Briefe an seinen Freund. Darin geht es um sein erstes Highschooljahr, einige große Veränderungen in der Familie, die erste große Liebe, neue Freunde, Party und Drogen spielen darin eine Rolle. Die Briefe erzählen von einem Jahr, das Charlie niemals vergessen wird, ein Jahr, das ihn für immer prägen wird. Und von einem Geheimnis, das Charlie zu dem Menschen gemacht hat, der er jetzt ist.




Mein erster Gedanke nach dem Beenden des Buches? Endlich habe ich es hinter mir. Ich gebe zu, das klingt jetzt ziemlich hart aber ich möchte euch auch erklären, wieso ich so über das Buch denke, das die Leser mit großer Wahrscheinlichkeit in zwei Lager spalten wird. Das Verrückte dabei ist, dass ich, obwohl ich eher zu denen gehöre, die mit der Geschichte leider eher nichts anfangen konnten und deshalb auch eher weniger begeistert waren, ich jedoch auch die verstehen kann, denen es sehr gefallen hat. Angefangen hat es bei mir schon mit der Hauptfigur Charlie, der für mich an dem Ganzen wohl auch das größte Problem sein sollte. Ich wurde einfach nicht warm mit ihm und es fiel mir bis zum Schluss schwer, mich in ihn hineinzuversetzen oder seine Handlungsgründe oder Gedanken nachzuvollziehen. Ich konnte kaum etwas mit Charlie anfangen, was wirklich sehr schade war. Doch er bricht auf gefühlt jeder zehnten Seite in Tränen aus. Meistens eigentlich völlig grundlos, wenn ich jetzt so darüber nachdenke. Mir ist klar, dass Charlie geistig etwas hinterher hinkt und seine Vergangenheit dabei eine entscheidende Rolle gespielt hat, trotzdem konnte ich ihm nichts abgewinnen und war irgendwann nur noch genervt. Es war, wie als hätte er überhaupt keinen eigenen Charakter, bevor er auf der Highschool Sam kennenlernt und die Tatsache, dass er ein paar Bücher liest, gibt ihm noch lange keine Persönlichkeit. Da ich absolut keinen Draht zu Charlie finden konnte, war es mir später auch ziemlich egal, was mit ihm passiert. Eigentlich ein absolutes No-Go. Doch leider hört meine Kritik hier noch nicht auf. Denn auch zum Schreibstil muss ich an dieser Stelle noch etwas loswerden. Dieser war für mich nicht unbedingt angenehm zu lesen. Es wird jede noch so unterinteressante Kleinigkeit beschrieben. Der Autor hat sich hier einfach zu sehr im Detail verloren. Mein Fazit fällt dementsprechend aus. Ich hatte mir sehr viel mehr erhofft und wurde vielleicht auch gerade deshalb bitter enttäuscht.  Das Buch war für mich leider überhaupt nichts. Ich weiß, dass viele von euch mir hier widersprechen werden, doch es ist unbestreitbar eine dieser Geschichten, über die man sich wirklich streiten kann. Ich glaube, man liebt oder man hasst das Buch. Doch das müsst ihr natürlich selbst entscheiden.

Kommentare

  1. Ich hab dieses Buch vor einiger Zeit mal begonnen, allerdings abgebrochen, weil ich einfach etwas total anderes erwartet hatte und mich dann auch dieses kindliche Verhalten und die kindliche Sprache Charlies total irritiert hat. Letzte Woche hab ich allerdings den Film geguckt und war davon so begeistert, dass ich gleich das Buch wieder zur Hand genommen und nochmal neu begonnen hab und jetzt - ohne falsche Erwartungen - sehe ich es mit ganz anderen Augen! Auf jeden Fall bin ich bislang total begeistert von dem Buch und wenn es so weiter geht, dann hat es bald Lieblingsbuchstatus erreicht, denn die Handlung finde ich jetzt sehr tiefgründig und ich kann Charlies Verhalten auch nachvollziehen. Ich glaube, er ist einfach sozusagen selbst in der Zeit stecken geblieben. Ich weiß nicht, ob du verstehst, was ich meine, aber es ist ja tatsächlich meist bei Jugendlichen mit psychischen Problemen so, dass sie dann geistig auch hinterher hinken. Verstehst du, was ich meine?
    Naja, ich find das Buch jetzt auf jeden Fall großartig :D

    Liebe Grüße
    Chrisi

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    1. Liebe Chrisi, ich verstehe tatsächlich, was du meinst :D
      Den Film habe ich auch nicht unbedingt schlecht gefunden. So richtig begeistert hat er mich aber auch nicht. Vielleicht lag das auch nur daran, dass ich das Buch schon vorher kannte.

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