House of Night - Gezeichnet (Band 1) ♥ Rezension


Autorin: Kristin Cast
Seiten: 464
Verlag: Fischer KJB
Kaufen? HIER
Meine Bewertung: 2/5 Punkten

Als auf der Stirn von Zoey eine blaue, schimmernde  Mondsichel aufscheint, weiß sie dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn sie ist ab diesem Zeitpunkt gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden. Vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon ein komplett neues Leben beginnen zu müssen. Das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven und terrorisieren kann. Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr. Sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Was das aber am Ende nun eigentlich genau für Zoey bedeutet, muss sie unbedingt schnellstmöglich herausfinden.



Obwohl der erste Teil der House of Night Reihe bereits im Jahr 2010 erschienen ist, habe ich erst kürzlich die Bücher in der Bibliothek gefunden und wollte mir nun auch endlich einmal selbst ein Bild davon machen. Denn gibt es offensichtlich doch sehr unterschiedliche Meinungen um die Geschichte von Zoey und ihr neues Leben als Vampyr im House of Night, von dem sie natürlich alles andere als begeistert ist. Ich muss leider sagen, dass ich zu denen gehöre, die den ersten Teil eher enttäuschend gefunden haben und sich, genau wie ich, schlichtweg sehr viel mehr erhofft haben. Doch von Anfang an. Begonnen hat das Ganze eigentlich schon mit der Hauptproagonistin, der sechzehn Jährigen Zoey, die sich entweder viel zu kindlich oder schlicht und einfach zu zickig verhält, sodass man meinen könnte, die Autorinnen hätten es darauf abgesehen, dass man sie nicht mag. Ich habe wirklich gehofft, ich könne mich mit ihr im weiteren Handlungsverlauf doch irgendwie noch anfreunden, aber es hat einfach nicht so richtig klappen wollen. Sie wirkt bei fast allem was sie sagt und tut sehr unsympathisch. Dann wären da ihre unpassenden und teilweise einfach nur peinlichen Sprüche, die tolle Momente, die großes Potenzial hatten schlichtweg kaputt gemacht haben. Egal wem sie begegnet, immer hat sie etwas an der anderen Person auzusetzen. Als sie dann ins House of Night kommt kann sie es sich nicht mal verkneifen, etwas gegen die wirklich liebenswerte Stevie Rae zu sagen, auch wenn sie sich später anfreunden, war ihr abwertender Kommentar gegenüber einem Mädchen, dass ihr nichts getan hat, einfach nur überflüssig. Teilweise saß ich kopfschüttelnd da und wirklich schlau wurde ich aus Zoey eigentlich nie. Hinzu kommt, dass man einfach und ohne jegliche Erklärungen in das Geschehen hineingeworfen wird. Vergeblich habe ich in jedem neuen Kapitel darauf gehofft, endlich etwas Hintergrundinformationen zu bekommen über die Welt, in der sich die Geschichte abspielt, doch nichts ist passiert. Und auch nach dem Buch weiß ich immer noch nicht, wie lange die Menschen schon wissen, dass es Vampyre gibt oder was sie davon überhaupt halten, immerhin können die Blutsauger sie jederzeit umbringen? Insgesamt hat mich das Buch leider, leider sehr enttäuscht. Gezeichnet ist für mich ein Buch mit zu viel verschenkten Potenzial.

Kommentare