Die Tribute von Panem - Flammender Zorn (Band 3)

Autorin: Suzanne Collins
Seiten: 430
Verlag: Oetinger Verlag
Preis: 18,95 € (GB)
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Meine Bewertung: 4/5 Punkten

Katniss wurde von den Rebellen befreit und nach Distrikt 13 gebracht. Ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alles daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe einsetzen zu können. Gale kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen. Als sie aber merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle Figuren in einem Spiel sind und es scheint ihr unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.



(Achtung, in dieser Rezension könnten Spoiler enthalten sein!) Meine Erwartungen an das Finale der Panem-Reihe waren sehr hoch, nachdem mir die ersten beiden Bände unglaublich gut gefallen haben. Würde der Abschluss der Triologie nochmal alles zuvor gelesene übertreffen können? Doch nach den ersten Kapiteln war ich zugegeben etwas ernüchtert. Die Handlung drehte sich eine ganze Zeit lang nur im Kreis. Es war ein endloses hin und her. Was ist nach dem Abbruch der letzten Hungerspiele wirklich mit Peeta geschehen? Ist er längst tot oder foltert ihn das Kapitol, um Informationen über die aufkommende Rebellion von ihm zu bekommen, die er gar nicht hat? Wird Katniss ihn jemals wieder sehen? Und was ist mit den anderen Tributen im Kapitol passiert? Hinzu kommt noch viel Alltag aus Distrikt 13 hinzu und das ständige Drehen der kurzen Filmausschnitte (Propos) die im Kapitol ausgestrahlt werden sollen, um den Funken der Rebellion in alle Distrikte auszusenden. Ich will hier nicht behaupten, dass diese Kapitel öde sind, jedoch hätte hier und da etwas mehr passieren können. Die Wendung kurz vor der Hälfte des Buches hat dann dafür wirklich einen kleinen Schock bei mir hinterlassen. Als Kantniss erbarmungslos damit konfrontiert wird, was mit Peeta passiert ist, kam endlich wieder mehr Spannung auf. Die Beziehung zwischen den beiden wurde erneut auf die Probe gestellt. Die Frage ist, wie Katniss darauf reagieren wird, dass er sich ihr gegenüber vollkommen anders verhält, als er es vorher getan hat, dass Peeta sie töten würde, wenn er könnte. Jedoch bricht Kantniss nach ein paar Versuchen vorerst das Experiment, sich Peeta wieder anzunähern ab und will am liebsten nur so weit weg von ihm, wie es geht. Ich verstehe ihr Verhalten und kann ihre Gedanken durchaus nachvollziehen, trotzdem hätte er einfach mehr vorkommen müssen. Zum großen Finale hin wird es schließlich immer spannender und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Positiv aufgefallen ist mir, dass bis zur letzten Seite des Buches immer noch ein Hauch von Angst herrscht. Was passiert ist, ist nicht einfach ungeschehen. Weder während der Hungerspiele oder der Revolution. Die Tatsache, dass am Ende nicht alles schön und gut ist, habe ich als sehr realistisch empfunden. Die Charaktere müssen mit den dunklen Schatten der Vergangenheit weiterleben, ob die Welt letztendlich besser ist oder nicht. Mein Fazit fällt dementsprechend aus. Es gibt kaum etwas zu bemängeln und wenn, dann ist das wirklich schon meckern auf ganz hohem Niveau. Wer von euch die vorherigen Teile der Reihe mochte wird sicher auch vom Finale der Triologie nicht enttäuscht werden, denn es wird spannend.

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