Das Vermächtnis der Feen ♥ Rezension

Autorin: Brigitte Endres
Seiten: 448
Verlag: Planet Girl
 Preis: 16,90 € (TB)
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Meine Bewertung: 2/5 Punkten


Seit Josie in Chicago, wo sie eigentlich nur ihren Vater besuchen wollte, angekommen ist, geschehen Dinge, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen. Immer wieder glaubt sie, eine seltsame Melodie zu hören. Ein gefiederter Bote überbringt ihr schließlich ein rätselhaftes Schmuckstück und sie trifft auf dieses fremde Mädchen, Amy, mit dem sie eine unfassbare Gemeinsamkeit verbindet. Dann erreicht sie ein mysteriöser Hilferuf. Um der Sache auf den Grund zu gehen, reisen Josie und Amy nach Irland. Doch statt die Lösung des Rätsels zu finden, geraten die beiden in einen Strudel magischer Ereignisse. Schließlich erfährt Josie von ihrem Erbe, einem geheimnisvollen Vermächtnis der Feen.

 Meine Meinung

Das Vermächtnis der Feen von Brigitte Endres ist ein Buch, von dem ich nicht unbedingt sehr viel erwartet hatte. Die Idee ist soweit ganz nett und der Einstieg in die Geschichte fiel mir auch sehr leicht. Ohne Probleme fügt man sich schnell in Josies aktuelle Situation ein, auch wenn es erstmal ungewohnt ist, dass nicht aus der Ich-Perspektive erzählt wird wie es in den meisten Jugendromanen dieser Art heutzutage der Fall ist. Allerdings hat mich Josies Abenteuer in der Welt der Feen nicht wirklich packen können. Die Geschichte plätscherte eher nur so vor sich hin, was teils wohl auch an den unnötigen oder einfach langweiligen Dialogen lag. Mir ist dabei aufgefallen, dass zwischen den deutschen Sätzen immer wieder englische Bemerkungen eingeworfen worden sind. Nach einer Weile ging mir Amys andauerndes Gosh! und Arthurs Bloody Hell!  einfach nur noch auf die Nerven. Und obwohl die Figuren durchaus Tiefe hatten, waren sie mir insgesamt zu öde. Ich weiß gar nicht, wie ich das netter sagen könnte. Mit vielen Charakteren konnte ich einfach nichts anfangen. Zum Beispiel Amy, eine Figur, deren Charakter ich nach 448 Seiten immer noch nicht einschätzen kann. Und das ist leider auch nicht mein einziger Kritikpunkt. Oft war mir die Handlung einfach zu lächerlich. Wenn Hunde auf einmal sprechen und anschließend auch noch fliegen können, kann ich nur fassungslos und belustigt den Kopf schütteln. Was habe ich denn da gerade gelesen?! Was mir in anderen Büchern rein gar nichts ausmacht und durchaus interessant werden kann, wirkt hier fehl am Platz. Ich liebe ja zum Beispiel auch Grim aus Plötzlich Fee von Julie Kagawa, sogar noch mehr. Ich würde beinahe behaupten, er ist dort einer meiner Lieblingscharaktere. Und der ist ja immerhin auch eine Katze. Das Ende hat mir dafür aber umso mehr gefallen. Hier kam endlich nochmal Spannung auf. Insgesamt hat das Buch interessante Ansätze und den Hintergrund der irischen Geschichten und Legenden war wirklich toll, jedoch wurde soweit nichts davon wirklich ausgenutzt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das Buch falsch eingestuft ist. Für mich wäre Das Vermächtnis der Feen eher ein Kinderbuch von 10 bis 12 Jahren statt ein Jugendbuch. Das hat man spätestens gemerkt, als Josie in die Feenwelt eintauchte. Es handelt sich hier um eine Märchenwelt, die genau in gut und böse aufgeteilt ist. Jüngere Leser können sich sicher für Josies Geschichte begeistern.

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