Filmvorstellung: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty ♥

Hallo meine Lieben!
Da ich in letzter Zeit nicht besonders viel an meinem aktuellen Buch weiterlese, aber unbedingt wieder für euch bloggen wollte gibt es heute ein eher unbuchiges Special. Meine letzter Post in dieser Richtung war eine Serienvorstellung zu BBCs Sherlock, eine geniale und unglaubliche tolle Serie, die ich allen ans Herz legen kann, die gemeinsam mit Sherlock Holmes und John Watson Kriminalfälle lösen wollen. Jedoch geht es heute nicht schon wieder um eine Serie, sondern um einen Film. Das hier ist meine erste Filmvorstellung, deshalb würde ich mich über mögliche Verbesserungsvorschläge freuen und natürlich würde mich auch interessieren, ob ihr den Film vielleicht sogar schon vorher kanntet, wie ihr ihn findet und ob ich solche Themen in Posts behandeln sollte, vor allem, wenn ich mal wieder keine Zeit zum Lesen finde. Ich schreibe schon wieder viel zu viel, deshalb legen wir jetzt direkt mit der Review los. (Originaltitel: The Secret Life of Walter Mitty)


Inhalt: Walter Mitty arbeitet seit Jahren im Fotoarchiv der Zeitschrift Life! und ist ein Einzelgänger, der sich, um seinem grauen Alltag zu entfliehen, in abenteuerlichen und auch romantischen Tagträumen verliert. Einziger Lichtblick ist die neue Kollegin Cheryl, die Walter aus der Ferne bewundert. Eines Tages wird bekannt, dass Life! zukünftig nur noch online erscheinen und eine letzte Printausgabe herausgebracht werden soll, die auf dem Titel ein Bild des Life!-Fotografen Sean O’Connell zeigen soll. Doch das besagte Bild, das an Walter geschickt wurde, ist verschwunden. Motiviert durch Cheryl nimmt Walter seinen Mut zusammen und begibt sich ans andere Ende der Welt, um das verlorene Bild endlich zu finden.


Meine Meinung: Bereits als der traumhaft schöne Trailer zum Film im Jahr 2014 erschien wurde mein Interesse direkt geweckt und ich wollte den Film auch unbedingt sehen. Das lag nicht nur an dem ohnehin hervorragenden Cast, zu dem Ben Stiller (der hier ebenfalls Regie führt), Kristen Wiig (SNL), Shirley MacLaine (Downtown Abbey), Adam Scott (Parks and Recreation) und Sean Penn (Gangster Squad) gehören. Vor allem, da man viele der Schauspieler eher aus Komödien kennt war ich sehr gespannt. Ben Stiller und Kristen Wiig mochte ich schon immer gerne, aber ihre bisherigen Filme waren nie wirklich mein Ding. Im Trailer kamen dann noch die unglaublich schönen Bilder aus Island und Grönland hinzu. Leider geriet der Film unabsichtlich für mich vorerst in den Hintergrund. Zumindest bis ich eines Tages herausfand, dass er zur Primetime bei Prosieben im Fernsehen laufen sollte. Ich bin nicht unbedingt ein Fan davon, Filme im TV zu sehen, weil die Werbung meistens bei den besten Momenten die Handlung unterbricht und dadurch die aufgebaute Atmosphäre komplett zerstören kann. Aber meine Freude darüber, an diesen Film erinnert zu werden, überwiegte und  ich musste ihn sehen! Die Handlung hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Der Film bewegt sich nicht zu schnell, noch ist er zu langsam erzählt oder versucht etwas zu sein, was er nicht ist. Ben Stiller, den ich sonst immer aus eher, sagen wir mal, anderen Filmen kannte hat mich in der Rolle des tagträumerischen Außenseiters Walter Mitty doch sehr überrascht, denn schon nach wenigen Minuten wird klar, dass er quasi für diese Rolle gemacht ist. Die Wandlung von Walter erfolgt nur Schrittweise und er ist nicht von jetzt auf gleich ein komplett neuer Mensch, was mir sehr gefallen hat. Auch Kristen Wiig, Sean Penn und die anderen Darsteller haben ihre Sache wirklich toll gemacht. Die Charaktere sind authentisch und wirklich sehr liebenswert. Die verschiedenen Locations, in denen sich der Film abspielt, sind ebenfalls unglaublich schön und das sage ich, ohne dabei zu übertreiben. Der Film zeigt uns wahnsinnig tolle Bilder aus Grönland und Island, die kein Greenscreen jemals auf eine solche ehrliche und fantastische Weise erzeugen könnte. Und obwohl man sonst eher weniger darauf achtet, ist mir schon nach wenigen Minuten der Soundtrack aufgefallen. Darunter befinden sich sowohl moderne Lieder wie zum Beispiel Dirty Paws von Of Monsters and Men oder auch Klassiker wie Major Tom von David Bowie. Hinzu kommt der offizielle Soundtrack von Theodore Shapiro. Die Musik fügt sich perfekt in den Film, weiß aber auch, dass es manchmal besser ist, eher leise zu sein. Dadurch wirken bestimmte Szenen auch mal angenehm still, was den Film von der Masse abhebt. Die Liebe, die investiert wurde, bekommt man in jeder Szene zu spüren und das macht ihn zu einem Geheimtipp.

Die Tagträume von Walter sind spannend, actionreich und unterhaltsam umgesetzt. Manchmal ist dabei sogar schwer zu sagen, was nur ein Traum und was die Wirklichkeit ist. Sogar für Walter selbst. Er ist meistens eher in sich gekehrt, redet nicht besonders oft und verbringt viel Zeit auf einem anderen Stern, wie es im Film heißt. Doch als er durch seine Kollegin Cheryl den Mut bekommt, das Rätsel um das verschwundene Bild zu lösen verändert das Alles für ihn und zeigt sowohl Walter, als auch uns, dass Träume manchmal doch noch wahr werden können. Man muss nur den Mut haben, etwas dafür zu tun. Das erstaunliche Leben des Walter Mitty ist bestimmt  kein Film, den jeder so sehr lieben wird wie ich, jedoch ohne Zweifel eine einzigartige Geschichte mit einer unglaublich tollen Botschaft, viel Herz und Gefühl, die mich sehr berührt hat.

Kommentare

  1. Hallo :)
    Du hast wirklich einen ganz tollen Blog und direkt einmal eine Leserin mehr.
    Der Film ist wirklich unglaublich schön, ich war damals im Kino und habe mich direkt in ihn verliebt. Die Geschichte und die Umsetzung - einfach wahnsinnig schön :-)

    Liebste Grüße, Chiara <3
    http://bunterwortsalat.blogspot.de/

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    1. Dankeschön! Ich freue mich sehr, dass dir der Film gefallen hat ♥

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