Momo ♥ Rezension

Autorin: Michael Ende
Seiten: 304
 Verlag: Thienemann Verlag
Neue Ausgabe: 9,99€ (Taschenbuch)
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 Meine Bewertung: 4/5 Punkten



Momo lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines uralten Amphitheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt, und eine außergewöhnliche Gabe: Sie hat immer Zeit und ist eine wunderbare Zuhörerin. Eines Tages treten jedoch plötzlich die grauen Herren auf den Plan. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo ist nun die Einzige, die ihnen jetzt noch Einhalt gebieten kann.

Meine Meinung

Momo von Michael Ende gilt heute (zurecht) als Klassiker. Auch mich hat das Buch von Beginn an verzaubert und in seinen Bann gezogen. Meine Ausgabe sieht, zugegeben, schon ein bisschen zerlesen aus, denn ich habe die Geschichte um Momo und die grauen Herren mittlerweile mehr als nur einmal gelesen und das Buch wochenlang mit in den Leseunterricht in der Schule geschleppt. Später habe ich dazu sogar eine Lesebox gebastelt. Wir durften uns dabei ein Buch unserer Wahl aussuchen. Ich habe Momo gewählt. Warum, fragt ihr euch? Eigentlich ist der Grund für meine Entscheidung nicht schwer zu erraten. Momo lebt in einem Amphitheater. Was für ein magischer Ort, der die Fantasie eines jeden Lesers geradezu beflügelt! Doch noch mehr hat mich dazu bewegt, Momo noch einmal für den Unterricht in die Hand zu nehmen. Ich glaube nämlich fest daran, dass das Buch sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet ist. Für Kinder ist Momo ein schönes Märchen, für Erwachsene regt eben jenes kleine, ganz besondere Mädchen (hoffentlich) auch zum Nachdenken an. Denn Momo verfügt über eine ganz besondere Gabe. Denn sie weiß, wie wichtig es manchmal sein kann, anderen Menschen einfach nur zuhören zu können. Deshalb schütten ihr viele Leute das Herz aus und nur durch das Zuhören lösen sich so manche Probleme schon ganz alleine. Doch eines Tages tauchen plötzlich die grauen Herren auf, die es darauf abgesehen haben, den Menschen ihre Zeit stehlen, um so wiederum Zeit zu sparen (um sich zum Beispiel um Kranke zu kümmern) und sind deshalb eigentlich nicht wirklich böse. Als Leser möchte man die grauen Herren unbedingt hassen, jedenfalls ging es mir so, doch andererseits ist sich irgendwie auch jeder von uns bewusst, dass diese im Grunde eigentlich gar nicht so schlimm sind, wie sie es im ersten Moment zu sein scheinen. Dabei können sie sogar eher als Metapher für die heutige Zeit genutzt werden und sind somit aktueller denn je. Sie glauben, dass was sie tun, sei richtig. Sie stehlen die Zeit, um den Menschen in gewisser Weise sogar zu helfen und dabei wollen sie eben möglichst noch ein gutes Geschäft machen. Momo hat ihre ganz eigene Art, sie ist oftmals recht verwunderlich und unendlich liebenswert. Das Buch enthält eine schöne Geschichte, philosophische Gedanken rund um das Thema Zeit und eine unglaublich starke Botschaft. Von mir ist das Buch eine absolute Leseempfehlung für euch.

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