Emilys Abenteuer (Band 2) ♥ Rezension


Autorin: Liz Kessler
Seiten: 224
Verlag: Fischer KJB
Preis: 7,95 € (TB)
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Meine Bewertung: 3/5 Punkten

Darf man Seekraken wecken? Emily ist glücklich. Nun kann sie auf einer Insel im Bermudadreieck leben. Denn hier ist es vollkommen okay, wenn sie sich mit einem Sprung ins Wasser in eine Meerjungfrau verwandelt. Aber Emily wäre nicht Emily wenn sie nicht neugierig mit Shona ihre neue Heimat erkunden würde. Wie sollte sie denn ahnen, dass sie dabei in verbotene Höhlen geraten und einen riesigen Kraken aus seinem hundertjährigen Schlaf wecken würde? 



Nachdem ich von Emilys Geheimnis (Band 1) mehr oder weniger enttäuscht war, da mich das Buch lange Zeit nicht wirklich begeistern wollte und ich mit der Hauptprotagonistin Emily einfach nicht warm wurde, hat mich der zweite Teil der Reihe von Liz Kessler jedoch durchaus positiv überrascht. Die Autorin zeigt uns Emilys farbenfrohe, phantasievolle und durch und durch zauberhafte Welt der Nixen,  unheimlicher Seeungeheuer und ihr neues Zuhause, die versteckte Insel im Bermudadreieck, auf die sie und ihre Eltern geschickt wurden, damit sie zusammen dort leben können, egal ob als Mensch oder als Meermädchen, hier muss sie sich nicht mehr verstecken. Diesmal  hatte die Grundidee der Geschichte einfach mehr zu bieten als beim letzten Mal, sodass es um einiges spannender wurde. Man konnte aufgrund dieser vielfältigeren Idee auch viel mehr damit machen, also noch im Band zuvor, der sich hier und da immer wieder etwas in die Länge zog. Es geht um die alltäglichen Teenieprobleme, die Mädchen oder viel mehr junge Nixen in Emilys Alter zu einmal haben. Zusätzlich gilt es aber auch noch einen uralten Kraken zu beruhigen, den sie versehentlich aus seinem tiefe Schlaf geweckt hat, was Neptun natürlich gar nicht gefällt. Da es sich hier um ein Kinderbuch handelt, dürfte schnell klar sein, dass die Geschichte mit einem glücklichen Ende ausgehen wird, jedoch ist das Ganze diesmal nicht so einfach, wie noch im Buch zuvor. Emily selbst wurde mir erst im zweiten Teil so richtig symphatisch. Während sie im Band zuvor noch sehr naiv und fast schon langweilig ist und irgendwie zu normal für eine Hauptfigur, bewies sie in der Fortsetzung dass sie auch Zusammhänge erkennen und durchaus logische Schlüsse ziehen kann. Man kann sich gut in sie hineinversetzten und ihre Gedanken nachvollziehen. Auch ihre beste Freundin Shona mochte ich diesmal viel mehr. Sprachlich und inhaltlich ist das Buch für junge Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren konzipiert, denen das Buch sicherlich gut gefallen und die Erwartungen bestimmt erfüllen wird. Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch kein Muss ist, aber dennoch ein Buch das es sich zu lesen lohnt, auch wenn man den ersten Band vielleicht nicht gelesen hat. Ich empfehle das Buch und Emilys neues Abenteuer ab zehn Jahren und natürlich für alle, die wissen wollen, wie es mit ihr weiter geht.

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