Eleanor & Park von Rainbow Rowell [Rezension]

Autorin: Rainbow Rowell                
Seiten: 368
Verlag: Carl Hanser Verlag
Preis: 16,90 € (Gebundene Ausgabe)
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Meine Bewertung: 4,5/5

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Eleanor und Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog unter den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich verlieben könnten, scheint jedoch weiterhin unmöglich zu sein. 
Die durch und durch gewöhnlich ungewöhnliche Liebesgeschichte von Eleanor und Park konnte auch mich in ihren Bann ziehen, so viel vorab. Der Roman von Autorin Rainbow Rowell wurde massiv gehypt und kam größtenteils sehr gut bei den Lesern an. Man kam um das Buch mit dem wunderschönen und doch simplen Cover nicht herum und so ist es auch mir eines Tages in die Hände gefallen. Es hat jedoch sehr lange gedauert, bis ich meine hohen Erwartungen aufgrund der vielen positiven Meinungen zurückgeschraubt und der Hype ein bisschen vergangen war. Erst dann habe ich das Buch in die Hand genommen und ja, ich kann die lobenden Rezensionen nachvollziehen, auch wenn ich sagen muss, dass sich das Buch teils auch ein wenig gezogen hat. Spätestens das Ende hat allerdings alles wieder herausgerissen und jedes Kapitel hat zweifellos ein kleines Highlight. Die Autorin hat genau das richtige Tempo gewählt, in dem man Eleanor und Park auf dem Weg zu ihrer ersten großen Liebe begleitet. Leise Töne können ja so schön sein! Das trifft wohl auf kein Buch besser zu, als auf Eleanor und Park. Beide sind anfangs deutlich abgeneigt voneinander, aber schließlich erwarten sie auch nichts anderes voneinander. Eleanor ist nicht nur durch ihren besonderen Kleidungsstil eine Außenseiterin in der Schule und findet dort deshalb schwer Freunde, sondern hat auch Zuhause durch ihren Stiefvater, sowie zeitweise auch ihrer Mutter, mit komplizierten Verhältnissen zu kämpfen. Park hingegen ist weniger Außenseiter. Er ist vielleicht nicht unbedingt bei allen aufgrund seiner zurückhaltenden Art beliebt, aber er hat Freunde und eine Familie, die ihn liebt. Park mochte ich von Anfang an, bei Eleanor habe ich mir etwas schwer getan, aber auch sie habe ich jetzt, nach Beenden des Buches, überwiegend positiv und als eine starke Persönlichkeit in Erinnerung. Die Entwicklung zwischen den Beiden hat mir wirklich gefallen. Bei der ersten großen Liebe, wie es bei Eleanor und Park der Fall ist, kann es natürlich schnell auch mal kitschig werden und das wird es, aber das schadet dem Buch keineswegs. Ich bin selbst nicht unbedingt der größte Fan von Liebesromanen generell, das dürfte an den Büchern, die ich sonst lese, abzulesen sein, doch diese Geschichte ist schlicht anders. Besonders. Ich weiß gar nicht, wie ich die Chemie zwischen den Protagonisten beschreiben könnte, aber vielleicht sollte ich das auch gar nicht versuchen. Das überlasse ich den Beiden selbst. Schließlich ist es ihre Geschichte. In jedem Fall ist der Roman von mir eine durch und durch ganz wundervolle Leseempfehlung für euch!

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