Indigosommer von Antje Babendererde ♥ Rezension


Autorin: Antje Babendererde
Seiten: 360
Verlag: Arena Verlag
Preis: 9,99 € (TB)
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Meine Bewertung: 2/5 Punkten

Ein Strand am Pazifik, ein Ozean ohne Grenzen und ein Ort voller Magie. Das ist La Push für Smilla, die mit Freunden im Indianerreservat ihr Camp aufschlägt, um dort den Sommer zu verbringen. Doch warum begegnen ihnen die Einheimischen so feindselig? Als Smilla sich in den schwer durchschaubaren Conrad, einen der Einheimischen, verliebt kippt die Stimmung in der Clique und Smilla erfährt, was letzten Sommer an diesem Strand wirklich geschehen ist.



Da ich den Klappentext recht grob und kurz zusammengefasst finde, die viele Dinge meiner Meinung nach eher falsch als richtig darstellt, werde ich euch nochmal kurz den Inhalt erläutern, damit ihr auch wisst, worum es hier wirklich geht, damit es später nicht zu unnötiger Verwirrung kommt. Es geht um Smilla, die ein Jahr bei einer Gastfamilie in Seattle verbringen wird. Als sie jedoch mitbekommt, dass ihre Gastgeschwister Alec und Janice auf einen Surftrip mit ihrer Clique wollen, würde Smilla liebsten mit, doch sie traut sich nicht Alec um Erlaubnis zu fragen. Alec ist auch nicht gerade begeistert, als sein Freund Josh Smilla einlädt mitzukommen und sie zustimmt. Zu seiner Clique gehören außerdem Mark, der sich eigentlich Smilla gegenüber immer neutral verhält, aber ganz nett zu sein scheint, Laura, die ich einfach nicht richtig einschätzen konnte und Brandee, die Smilla vom ersten Moment an hasst. Von Freunden wie es im Klappentext steht, kann also kaum die Rede sein. Die meiste Zeit fühlt Smilla sich schrecklich allein und ausgeschlossen. Dann begegnet sie Conrad, einem Indianerjungen aus La Push. Ob das nun eher ein glücklicher Zufall oder viel mehr Pech für Smilla war, ist weiterhin fragwürdig. Denn obwohl er Smilla das Leben rettet, als sie durch heftige Strömungen und Wellen in große Gefahr gerät, verhält er sich danach nicht besonders nett zu ihr. Genauer gesagt möchte Conrad am liebsten nichts mit ihr oder der Clique von Alec zu tun haben und obwohl sich das vorerst nicht ändert, verlieben sich Smilla und Conrad innerhalb von ein paar Tagen ineinander, was mich zunächst sehr irritiert hat. Sozusagen Liebe auf den zweiten Blick. Wortwörtlich. Smilla kennt Conrad nicht, sie weiß absolut nichts über ihn und obwohl sie, im Gegensatz zu Conrad, absolut keine Voruteile gegenüber den Fremden Menschen in La Push hat, verstehe ich nicht, wie sie es schafft, irgendwelche Gefühle für ihn zu entwickeln. Conrad ist die meiste Zeit gegenüber Smilla einfach nur unfreundlich, verschlossen und provozierend. Er ist genau die Art von Person, von der ich mich eher abwenden, als zuwenden wollen würde. Conrad ist ohnehin sehr speziell und es ist mir bis zum Ende nicht gelungen, mich irgendwie mit ihm zu identifizieren. Immerhin ist er kurz davor, Smilla sterben zu lassen, als er die Chance hat, sie zu retten. Nur weil er seinen Bruder verloren hat, muss jetzt noch irgendjemand anderes sterben? Bei dieser Denkweise muss irgendetwas schrecklich falsch laufen. Tatsächlich wird er später sogar noch erträglicher, aber ich konnte selbst dann sein altes Bild leider auch nicht wieder vergessen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten und die Geschichte bleibt leider insgesamt sehr flach. Die Autorin hat die Gegend um La Push sehr gut recherchiert und überzeugend und bildhaft niedergeschrieben, wodurch ich mir alles vorstellen konnte. Trotzdem bleibt Indigosommer ein Buch für Zwischendurch. Mir hat es leider nicht gefallen.

Kommentare

  1. Ich höre nun schon das 3. Mal, dass dieses Buch eher enttäuschend ist, und langsam vergeht mir auch die Lust. Eigentlich klingt der Inhalt ja ganz interessant, aber das Beispiel mit Conrad klingt ja sehr speziell...

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